HDR – endlich kommt HDR auf unsere Monitore

HDR verspricht das, was sich viele von UHD erwartet haben. Besser Helligkeit, bessere Kontraste, bessere Farben und natürlich mehr Details. Egal ob Full HD oder Ultra HD – keine Neuerung im Bereich Monitore oder Fernseher konnte eine so gute Verbesserung erreichen. Nur HDR bringt eine optisch wirklich vorhandene Verbesserung des Bildes. Dies entsteht durch den deutlich größeren Dynamikspielraum der Lichtquellen. So kann ein weiß beispielsweise deutlich unterschiedlicher dargestellt werden. Es wird nicht sichtbares Licht in sichtbares umgewandelt.

Aber vor allem bei Fernsehern entsteht ein wirklicher Vorteil. Doch zunächst müssen vor allem die Filmstudios mitziehen. Grundlegend werden zunächst unsere Kinos mit HDR beglückt. Teilweise gibt es das auch schon aber noch selten. Doch mit der neuen Ultra HD Blu-Ray bekommen wir auch endlich Inhalte für das eigene Wohnzimmer, die fast an HDR herankommen – vorausgesetzt man hat den passenden TV.

Die neue Blu-Ray besitzt einen deutlich größeren Farbumfang – momentan ist es die Kinonorm DCI P3 – also Rec 7090 – das entspricht mehr als 1000 Abstufungen je Farbkanal –  bislang waren nur rund 250 üblich. Dabei erstrahlen vor allem hellste Details erstmals mit 1000 Nits und nicht mehr nur mit 100 Nits – somit werden vor allem sehr helle oder sehr dunkle Stellen im Bild mit mehr Details versehen.

Noch gibt es kaum UHD TVs die eine HDR Qualität liefern können. Doch das soll sich ändern. Bei Monitoren müssen wir wohl noch warten. Bis es echte HDR Monitore für den Heimgebrauch gibt wird es sicherlich 2 Jahre dauern – doch das wird eine wirkliche Revolution. Man stelle sich nur mal HDR-Gaming vor – ein wahnsinniges Erlebnis. Doch dabei müssen vor allem die Grafikkarten mitspielen. Bis diese solche Details verarbeiten können wird es auch noch dauern!

Hoffen wir auf das Beste – bis lang müssen wir dann mit 4K Monitoren zufrieden sein.

HDR Fernseher – alles auf einen Blick

HDR – ausgeschrieben: High Dynamic Range findet immer öfter Anwendung bei TV-Geräten. Doch was genau ist HDR? Welche Fernseher unterstützen das? Muss man es haben? Alle diese Fragen wollen wir beantworten.

Der Trend im Moment: Mehr Pixel – mehr Pixel. Das kennt jeder. Doch die letztliche Qualität der Pixel hat sich seit Jahren nicht mehr verbessert. Doch mit HDR rückt die Industrie endlich auch dieser zu Leibe. Endlich werden die Inhalte kontraststärker und brillanter präsentiert. HDR macht folgendes: Der dynamische Kontrast ist höher – das bedeutet man kann auch in besonders hellen und dunkeln Bereichen des Bildes noch Details erkennen. Es sind bis zu 1.000 Helligkeitsstufen pro Farbkanal möglich (momentan sind nur 256 üblich – egal ob 4K oder FullHD). Somit bietet HDR eine echte Qualitätssteigerung des Bildes. Dies kennen viele schon von HDR-Bildern aus der Fotografie.

Braucht man HDR für einen 4K Fernseher?

Kurz und knapp: Nein eigentlich nicht. Nur weil ein 4K TV keine HDR-Inhalte wiedergeben kann ist er nicht gleich Schrott. Auch wenn die Industrie natürlich etwas anderes sagt – die Hersteller wollen natürlich, dass man ein paar hundert € mehr ausgibt und gleich einen HDR Fernseher kauft. Doch das muss man nicht unbedingt. Zwar ist die Bildqualität bei einem HDR TV deutlich höher – aber die Modelle sind noch nicht wirklich marktreif – und auch die Inhalte in HDR fehlen eindeutig. Es kann noch 1-3 Jahre dauern, bis diese wirklich marktreif sind.

Auch die genauen Spezifikationen von HDR TVs sind noch gar nicht final. Es gibt momentan somit keine genauen Kriterien wann ein TV ein HDR TV ist. Deshalb gehen viele Hersteller dazu über HDR-Ready Geräte zu veröffentlichen. Ähnlich wie damals die HD-ready TVs – nichts Halbes und nichts Ganzes.

Was es momentan gibt an Kriterien:

  • 10-Bit Panel mit bis zu 1.000 Helligkeitsabstufungen
  • Klar erkennbare Bilddetails in besonders hellen und dunklen Bildbereichen
  • HDMI 2.0a Eingang um HDR Inhalte entgegennehmen zu können
  • Kinofarbraum DCI-P3
  • Direkte LED-Backgroundbeleuchtung oder OLED

Momentan hast die Samsung JS9590 Baureihe diese Spezifikationen. Auch Sony plant Modelle dieser Art. Es bleibt spannend abzuwarten wie sich der Bereich entwickelt und welche Geräte kommen werden.

4K Monitore der Trend 2015

Laut der Meinung diverser Display-Hersteller werden Monitore mit Ultra HD Auflösung (kurz UHD) im kommenden Jahr 2015 einen großen Einfluss auf den Bildschirmmarkt haben. Dies gilt für den Consumer- sowie den Professional-Markt – Schätzungen gehen davon aus, dass rund 15% der verkauften Monitore einen Panel mit 4K-Auflösung haben werden. Angetrieben durch die fallenden Preise, die besseren Grafikkarten und vermehrten Streaming-Angeboten kann diese Zahl durchaus realistisch sein.

Im Gegensatz zu den momentan sehr verbreiteten Monitoren mit rund 2 Millionen Pixeln und einer Auflösung von 1920×1080 (FullHD) weißen 4K Monitore eine Auflösung von 3840×2160 Pixeln und somit fast 8 Millionen Pixel auf. Die Vorteile sind klar: einfachere Darstellung von mehreren Inhalten, viel tiefere Detailgenauigkeit und bestmögliche Darstellung von Filmen und anderen Inhalten. Dennoch muss man beim Kauf eines UHD Monitors immer noch auf bestimmte Punkte achten.

Ein wichtiger Punkt ist die Bildwiederholungsrate. Es gibt hier Displays mit 30, 60 und 144 Hz. Im 4K Bereich gibt es momentan nur Modelle mit 30 und 60 Hz – von den Modellen mit 30 Hz haben sehr viele 4K Monitor Tests abgeraten, da diese Bildwiederholungsrate zu gering ist – mit 60 Hz dagegen lassen sich alle Inhalte verlustfrei betrachten.

Weitere wichtige Punkte sind die Anschlüsse sowie der verbaute Panel. Für 60 Hz Übertragungen sollte man auf einen HDMI 2.0 oder Display Port 1.2 Anschluss achten. Arbeitet man sehr viel mit dem Monitor an Grafiken oder Videos, so ist ein IPS-Panel Pflicht. Gamer dagegen sollten auf ein schnelles TN-Panel mit guten Reaktionszeiten setzen. Außerdem muss die Grafikkarte genügend Leistung haben, um Spiele oder andere grafische Elemente mit dieser doch recht hohen Auflösung darstellen zu können. Will man Streaming betreiben so sollte man drauf achten, dass die Quelle der Inhalte per LAN und nicht WLAN mit dem Monitor verbunden ist, da die meisten WLAN-Signale nicht in der Lage sind genügend Übertragungsraten zu liefern.

Bei dem verwendeten Betriebssystem gilt es drauf zu achten, dass es 4K-tauglich ist. Windows 7 ist dies beispielsweise nicht – auch bei Windows 8 gibt es noch Probleme. Es kommt oft zu „komischer“ Skalierung der Icons und Schriftgrößen. Auch viele ältere Programme sind nicht dafür ausgelegt und es kann zu Problemen kommen.

Die Frage alle Fragen: Macht ein Kauf jetzt schon Sinn?

Egal wofür der neue Monitor sein soll, Bildbearbeitung, Büro oder Gaming – jeder sollte vor dem Kauf überlegen, ob er nicht schon zu den neuen Ultra HD Monitoren greift. Man kann davon ausgehen, dass in den nächsten 2-3 Jahren genügend neue Anwendungen und Angebot im Bereich 2k4k auf den Markt kommen und wer sich heute schon für einen hochauflösenden Monitor entscheidet ist somit auf der sicheren Seite. Vor allem wenn man beachtet, dass die Lebensdauer eines Monitors rund 5 Jahre beträgt – so ist man definitiv gerüstet für die Zukunft.

Solltet ihr einen Kauf planen so checkt die aktuellen Bestenlisten wie http://www.4k-monitor-test.com/bestenliste oder http://www.computerbild.de/artikel/cb-Bestenliste-LCD-TFT-Monitore-3656970.html.

Der neue Standard – Ultra High Defintion (UHD)

Auf der CES 2014 in Las Vegas war es DAS Thema schlecht hin – Ultra HD Fernseher in allen Größen und Formen. Egal ob im neuen Curved-Design, im Format 21:9 oder LED, LCD oder auch Plasma – überall waren die neuen UHD TVs zu sehen.

Was ist Ultra HD?

Die Full-HD-Ära neigt sich dem Ende zu – es kommt die 4K-Revolution. Während Full-HD-Geräte über eine Auflösung von 1920×1080 Pixel verfügen so kommen die neuen 4K-Geräte mit der vierfachen Pixelanzahl und der Auflösung 3840×2160 auf den Markt. Was bedeutet das? Ganz einfach – ein Pixel ist 4mal kleiner als bei FullHD und somit lassen sich selbst wenn man nah vor dem Gerät sitzt oder steht keine einzelnen Pixel mehr erkennen. UHD steht dabei genau für diese Auflösung – während 4K weitergefasst ist und auch noch größere Auflösungen unter sich vereint.

Was sind die Auswirkungen?

Ganz klar: man kann näher vor dem TV sitzen und die Bilder sind deutlich klarer. Da es kaum Inhalte in dieser Auflösung neben ein paar 4K Filmen gibt, besitzen fast alle 4K TVs einen Upscaler. Dieser analysiert das eingehende Material und rechnet es auf die 4K-Auflösung hoch. Deshalb besitzen die Geräte starke Prozessoren und eine leistungsstarke Zwischenbildberechnung um für ruhige aber stabile und scharfe Bilder zu sorgen. Die Folge: Selbst klassisches HD-Material sowie heutige Blu-Rays sehen auf den Top-Modellen der Hersteller wirklich sehr sehr gut aus.

Wer sollte einen 4K Fernseher kaufen?

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten – aber es lohnt sich sicherlich für Anwender, die eine große Bildschirmdiagonale wollen (ab 55 Zoll) und für die Zukunft gerüstet sein wollen. Man sollte darauf achten, dass entsprechende Anschlüsse wie HDMI 2.0 vorhanden sind – nur damit lassen sich 4K-Signale verlustfrei und mit entsprechenden Bildwiederholungsraten auf den Ultra HD Fernseher übertragen. Viele bereits veröffentlichte 4K Fernseher Testberichte weisen darauf hin. Auch für 3D-Fans ist es eine Option, da 3D-Bilder auf diesen Geräten in echter Full-HD-Auflösung dargestellt werden und nicht nur in SD. Die Preisunterschiede waren vor einem Jahr noch immens – doch inzwischen kosten UHD TVs fast gleich viel wie gleichwertige FullHD-TVs.

Fazit

Es ist einer der wenigen Technologiesprünge wie es sie im TV-Bereich kaum gibt. Der erste Sprung: Full HD, dann 3D jetzt 4K. Auf kurz oder lang werden sich die Geräte durchsetzten und am Markt etablieren – dennoch sind sie momentan noch ein Nischenprodukt. Das Hauptproblem: Es gibt nur wenig UHD-Quellmaterial auf dem Markt. Manche Hersteller wie Sony liefern deshalb eine Festplatte mit – andere dagegen lassen die Käufer allein. Aber die wohl aussichtsreichste Option: Video on Demand – so bietet Netflix beispielsweise schon Filme in 4K.